THE STORY

Was ist das AYŞE X-Staatstheater? – Die Story

 

In der Zusammenarbeit von Emre Akal (Regisseur und Autor) und Antigone Akgün (Dramaturgin) begann das Projekt als künstlerische Konzeption eines Staatstheaters der Zukunft – im Sinne einer künstlerischen Intervention. Eine Community sollte sich bilden, die gängige Strukturen, Muster und Systeme hinterfragt und weiterdenkt. Es sollte ein Ort der künstlerischen Vielfalt und des künstlerischen Wachstums für alle Beteiligten entstehen. Ein Ort, kreiert durch Menschen, die sich aus einer systembedingten Unmündigkeit gelöst haben und für mehr als das Eigene Verantwortung tragen. Ein – in Mitverantwortlichkeit konstruierter und auf Augenhöhe geteilter – Raum, welcher als Quelle für die Sichtbarkeit und die gerechte Produktion der eigenen Kunst fungieren kann. 

Das Projekt versteht sich als eine empowernde Einleitung zur Rückeroberung der Deutungshoheit von Kunst, von Fragen nach Diversität und Gender, LGBTQ+ Topics – die über den vertrauten popkulturellen Rahmen hinausgehen – und folglich als ein Ort des wahrhaftigen Diskurses, etwa auch für gegenwärtig marginalisierte Themen und Denkweisen. AYŞE X möchte ein Gegenentwurf, wie auch ein Vorschlag für unsere heutige Realität des Theaters sein, der aus der Zukunft her gedacht und sowohl durch Vorbilder der Gegenwart, wie auch der Vergangenheit (z.B. durch das Mitbestimmungsmodell am Schauspiel Frankfurt ab 1972) inspiriert wurde. 

In stetiger Forschungsarbeit begann das AYŞE X-Staatstheater konkrete Gestalt anzunehmen, sodass, gemeinsam mit weiteren Künstler*innen, ein Staatstheater kreiert wurde, das in Form einer heterotopen Besetzung, bereits vorhandene Theaterräume einnimmt und vorhat, diese schrittweise in die Manifestation zu überführen. 

Das AYŞE X-Staatstheater versteht sich durchaus als bürgerliche Institution, befragt und versteht allerdings den Begriff der Bürgerlichkeit nicht in einer westeuropäischen Tradition, sondern als Auftrag, ein Ort für die Stadtgesellschaft zu sein und dieser auch, in ihrer Pluralität, gerecht zu werden.

Ziel ist es somit, ein System zu realisieren, welches eine Dezentralisierung der Ich-Figur anstrebt – sich folglich über den*die Einzelne*n erhebt – und darüber hinaus Strukturen neu sortieren, Gesellschaft einbinden, Zukunft erschaffen, institutionelle Zugänge erleichtern und neue Formen und Ästhetiken im Theater radikal weiterdenken und ermöglichen wird.

 

ZUM GESAMTEN KONSTRUKT
DES AYŞE X 
STAATSTHEATERS
>>>(PDF-LINK)